Stromspeicherung

Betr.: Energiewende, Status April 2014

Einige grundsätzliche Feststellungen zum Thema: Stromspeicherung

(Warum die Stromspeicherung zur Rettung der Energiewende absolut untauglich ist!)

Nachdem sich nun endlich auch bei uns die Erkenntnis durchzusetzen beginnt, dass die sogenannte Energiewende nicht gelingen kann, weil sie auf fundamentalen Irrtümern, Denkfehlern und falschen Annahmen aufgebaut und ausschließlich von Ideologie, statt Wissenschaft, geprägt ist, wird nun der Versuch unternommen, die Stromspeicherung als Allheilmittel für alle Probleme zu propagieren, um die Bankrotterklärung zu vermeiden. Nach den Erfahrungen aus dieser Wende, empfiehlt es sich deshalb dringend, auch bei diesem Thema gut aufzupassen und zuerst die Voraussetzungen realistisch zu prüfen, bevor man sich noch weiter in diese technische und wirtschaftliche Sackgasse drängen lässt, aus der es kein Entrinnen gibt und die zur endgültigen Energiewendekatastrophe führen wird.

Die Problemstellung besteht darin, dass man zuallererst zu entscheiden hat, was man überhaupt speichern kann und will. Angeblich wurden die erneuerbaren Energien ja primär zum Zwecke der Stromversorgung erfunden und solange deren Produktionsergebnis den aktuellen Bedarf nicht decken kann, weil es nicht zu erreichen ist (Windanteil in Bayern 2013: 1,3 %!), stünde somit zum Speichern eigentlich gar nichts zur Verfügung!

Aufgrund der meteorologischen Gegebenheiten (z.B. Sturmtief oder Sonnenhoch), welche bekanntlich nicht beeinflussbar oder steuerbar sind, kommt es jedoch zu willkürlichen Produktionsausschlägen welche kurzzeitig den Momentanbedarf übersteigen können. Daraus resultieren z. B. die berüchtigten Stromschiebereien ins Ausland mit Bezahlung (sog. Negativpreise)!

Wenn man nun diese Stromspitzen speichern möchte, um Stromlücken (wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint!) auszugleichen, muss man zuerst einmal klären, ob diese Energiebilanzen überhaupt übereinstimmen. Dazu ist es notwendig, die betreffenden Parameter quantitativ zu erfassen und miteinander zu vergleichen.

Danach muss eine Aufwandsaufstellung erfolgen, um eine Kosten/Nutzen-Analyse zu ermöglichen und damit die Realisierbarkeit beurteilen zu können.

Am Beispiel der Windenergie im Freistaat Bayern sieht man, dass die Flauten bis zu drei Wochen dauern können und die Überproduktionsspitzen eine maximale Dauer von einem Tag und prozentual nur 0,3 % des gesamten Jahreszeitraumes betragen. Wenn man diese Energie speichern könnte, so stellt man fest, dass bei der vorgesehenen Stückzahl von 1500 Windrädern, der gespeicherte Stromvorrat für maximal 7,2 Stunden reicht, was in keinem Verhältnis zur benötigten Versorgungsdauer von mehreren Wochen steht! Damit ist klar, dass mit dieser Methode keinerlei Verbesserung der Versorgungssicherheit – sprich: Verhinderung von Stromausfällen – zu erreichen ist!

Für die Betrachtung des benötigten Aufwands sind zunächst die Grundanforderungen für ein geeignetes Speichersystem zu definieren. Dieses müsste folgende technische Eigenschaften erfüllen:

1. Die Leistungsfähigkeit des Systems muss der maximal möglichen Leistung, also z. B. für Bayern der Nennleistung aller 1500 Windräder zusammen, entsprechen.

2. Das System muss jederzeit in der Lage sein, die angebotene Energie zeitgleich aufzunehmen, da man ja mit der Speicherung nicht warten kann, bis z. B. das „Sturmtief Xaver“, welches diese Energie liefern soll, vorübergezogen ist.

Daran erkennt man, dass z. B. chemische Verfahren (Methanisierung) nicht in Betracht kommen, weil es sich dabei um langzeitliche Prozesse handelt, deren erzwungene Verkürzung bekanntlich zu „Knalleffekten“ führt.

Damit bleiben nur die guten alten Pumpspeicherwerke, wie z. B. vom „Typ Happurg“ übrig, welches seit über 50 Jahren existiert, aber noch nie richtig funktioniert hat, weil man beim Bau die geologischen Verhältnisse ignorierte. Geht man einmal theoretisch davon aus, dass es funktionieren würde, so wären zur Speicherung der in Betracht kommenden Energiemenge 80 Anlagen vom „Typ Happurg“ nötig. Dies würde einen Kostenaufwand im hohen zweistelligen Milliardenbereich verursachen und voraussichtlich unlösbare Planungsprobleme aufwerfen und das alles für eine Versorgungsdauer von maximal 7,2 Stunden, wohlgemerkt! Außerdem würde dieser Vorgang nur einige Male pro Jahr benötigt!

Man kann diese Überlegungen natürlich auf das ganze Land ausdehnen, aber dabei sind, außer entsprechenden Kostenmultiplikationen, keine wesentlich anderen Ergebnisse zu erwarten.

Man sieht also, dass es sich bei der propagierten Stromspeicherung, nur um eine weitere Irreführung handelt, die ausschließlich dazu dienen soll, die Wertschöpfung für die Initiatoren, auf Kosten der Verbraucher noch mehr zu steigern und uns die selbstgemachte Energiewendekatastrophe noch schneller näher bringt.

 

Ing. W. Schorsch, Hof

 

Copyright Ing. W. Schorsch, Hof, April 2014                                 – Druck Januar 2018